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Windenergie über Wald

Windpark Chransdorf

Auf Grundlage des genehmigten Szenariorahmens 2017 der Bundesnetzagentur wird bis zum Jahre 2034 (Szenario B 2035) unter Berücksichtigung des Nettostrombedarfs der Bundesrepublik Deutschland ein Ausbau der Erzeugungsleistung von „Windenergie an Land“ (onshore) auf 77,7 GW erforderlich sein. Zum Ende des Jahres 2015 lag die Erzeugungsleistung der Onshore-Windenergie bei rd. 41 GW. Damit innerhalb von zwei Jahrzehnten die zusätzlich benötigte Leistung erreicht wird und auch die dezentrale Stromerzeugung realisiert werden kann wird voraussichtlich auf Standorte von Windenergieanlagen im Wald nicht verzichtet werden können. In die Ausbaupläne mehrerer Bundesländer zu erneuerbaren Energien sind entsprechende Zielstellungen bereits eingeflossen.

In der Vergangenheit war der Ausbau der Windenergie im Wald aufgrund nur relativ geringer Nabenhöhen der Anlagen aus technischer Sicht problematisch. Insbesondere die über dem Kronendach eines Waldes herrschenden Turbulenzen haben Auswirkungen auf die Leistungsfähigkeit und Haltbarkeit der Windräder. Die ingenieurtechnische Weiterentwicklung der Anlagen innerhalb der letzten Jahre lässt mittlerweile Nabenhöhen von über 150 m zu. Windgeschwindigkeit und Konstanz der Energieproduktion steigen mit zunehmender Höhe der Anlagen, während die von der Geländeoberfläche ausgehenden Turbulenzen abnehmen. Gleichzeitig verringern sich die Auswirkungen auf Pflanzen und Tiere mit dem größeren Abstand zwischen Kronendach und Rotorspitzen der Windenergieanlagen.

Die BImA stellt daher ihre Waldflächen für den Ausbau erneuerbarer Energien dort zur Verfügung, wo jeweilige Landesgesetze und weitergehende Regelungen dieses zulassen.