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Die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) unterstützt aktiv die nachhaltigen Klimaschutz- und Energiewendeziele der Bundesregierung. Für das Gelingen der Energiewende werden bundesweit geeignete Standorte für die Erzeugung von Strom aus Wind- und Solarenergie benötigt.

Im Außenbereich gelegene Liegenschaften werden auf ihr Potenzial hin gezielt geprüft und bei Eignung entsprechend mobilisiert. Liegenschaften mit guter Windhöffigkeit bzw. hoher Sonneneinstrahlung bilden dabei die Basis für eine nachhaltige und wirtschaftliche Nutzung von Flächen mit sonst fehlenden alternativen Verwendungsmöglichkeiten.

Auf diesem Wege trägt die BImA neben einer wirtschaftlichen Verwendung für den Bundeshaushalt auch zur Realisierung einer klimafreundlichen und nachhaltigen Energieversorgung in Deutschland bei.

Über unsere Auswahlmöglichkeit „Suchauftrag“ im Bereich Angebote Potenzialflächen haben Sie die Möglichkeit sich auch außerhalb unserer Internetseite fortlaufend zu unseren Angeboten aktuell zu informieren.

Windkraftanlagen auf ehemaligem Militärgelände

Auf der ehemals militärisch genutzten Liegenschaft Kriegsfeld werden derzeit drei Windkraftanlagen errichtet. Damit trägt die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) zur Umsetzung der bundespolitischen Ziele im Rahmen der Energiewende und zur nachhaltigen Nutzung der BImA-Liegenschaften bei.

Auf Waldflächen innerhalb des ehemaligen Munitionsdepots Kriegsfeld „Northpoint“ werden drei Windenergieanlagen mit einer Nabenhöhe von 149 Metern und einer Nennleistung von jeweils 3,45 Megawatt errichtet.

Zunächst mussten die planungsrechtlichen Voraussetzungen für die Fläche geschaffen werden. Der Regionale Raumordnungsplan sah für den Geltungsbereich weder ein „Vorranggebiet Windenergienutzung“ noch ein „Ausschlussgebiet Windenergienutzung“ vor. 2013 fasste daher der Verbandsgemeinderat den Beschluss zur Anpassung des Flächennutzungsplanes, der in der dritten Teilfortschreibung im Jahr 2015 auch die Flächen des „Northpoint“ berücksichtigte.

Parallel wurde die Aufstellung des Bebauungsplanes „Windpark Windhübel“ zur Ausweisung eines Sondergebietes für Windenergie durchgeführt. Nach Beteiligung der Öffentlichkeit, der Behörden und sonstiger Träger öffentlicher Belange im Februar 2016 konnte im Sommer 2016 die imissionschutzrechtliche Genehmigung zur Errichtung und zum Betrieb von drei Windenergieanlagen beantragt werden. Die zuständige Kreisverwaltung beschied diese im Oktober 2017 positiv. Im Februar 2018 nahm das Projekt erfolgreich an der Ausschreibung der Bundesnetzagentur teil.

Parallel zur Änderung des Flächennutzungs- und des Bebauungsplans wurde der Fachbeitrag Naturschutz erstellt. Dieser enthält neben einer FFH- und Vogelschutzgebiet-Verträglichkeitsprüfung auch Fachgutachten zu den regional vorkommenden Vogelarten (Avifauna) und Fledermäusen sowie eine spezielle artenschutzrechtliche Prüfung. Als Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen für den Eingriff werden neben diversen biotopverbessernden Maßnahmen unter anderem 100 Fledermausersatzquartiere ausgebracht sowie Geheck und Rückzugsräume für Wildkatzen in ungestörten Bereichen geschaffen. Damit ist in Teilen eine Renaturierung der ehemals militärisch genutzten Flächen zu erreichen.

Durch die Errichtung der Windenergieanlagen und künftige Erzeugung erneuerbaren Stroms erhält die Liegenschaft eine alternative Entwicklungsmöglichkeit und leistet einen wertvollen Beitrag zur Energiewende.

Kontakte und Ansprechpartner

Hier finden Sie eine Übersicht der regionalen Beauftragten für Erneuerbare Energien in der BImA mit den dazugehörigen Kontaktdaten
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